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WACKEN 2006

war mit Sicherheit die grösste, wohl auch beste Metal-Party in 2006.
Satte 50.000 - 60.000 gut gelaunte Metal Fans sorgten bei überwiegend gutem Wetter für eine weitestgehend gute, teils fantastische Stimmung.
Dieses Festival scheint immer weiter zu wachsen, findet offenbar zunehmend mehr Anhänger, ohne dass man aufdringlich das Gefühl hat, es würde langsam zu voll.
Abgesehen von diversen Soundproblemen waren relevante Probleme nicht zu verzeichnen, mindestens aber nicht zu spüren, sieht man einmal von diversen Anreisestaus, insbesondere am Donnerstag ab.
Manche Wartezeit wird wohl aber in Zukunft vermieden werden können, wenn die Metal Bags nicht mehr vor Ort ausgegeben werden. Auch hat der Veranstalter vor, Soundüberschneidungen durch geeignete Massnahmen zu vermindern, bzw. zu verhindern. Es ist sehr schön sehen zu können, dass die Veranstalter sekbst eines so grossen Festivals doch sehr zeitnah zu reagieren bereit sind.
Aus zeitlichen Gründen war es uns leider nicht möglich das gesamte Programm zu sehen, jedoch bleibt fest zu halten, dass bereits am Donnerstag ein ungewöhnlich interessanter später Nachmittag und Abend zu verzeichnen war:
MICHAL SCHENKER ( MSG ) begeisterten unter Anderem mit den alten Klassikern wie " In to the Arena ", " Rock Bottom " und natürlich " Doctor Doctor ". Erfreulich dabei war, dass Michael Schenker augenscheinlich gut gelaunt war und somit einen wirklich guten Gig ablieferte, der perfekt hätte sein können, wenn der Sänger ein Anderer gewesen wäre. Sorry, aber Jari Tiura passt nun einmal nicht wirklich zu MSG.
Danach kam dann auch gleich ein absolutes Highlight des diesjähren W.O.A:
Die SCORPIONS fingen zwar arg leise im Sound an, lieferten die bekannten Posen und merkwürdigen Ansagen, hatten aber eine unvergessliche Setlist...!
Alle wichtigen Klassiker, bis zurück in die 70 er Jahre waren vertreten. Die Tatsache, dass Herman Rarebell Gastauftritte bei " Blackout ", und " No one like you " hatte, war ja schon ein angenehm nostalgisches Ereignis für die Heavy-Fans aus den 80' ern...., die Gastauftritte von Ulli Roth jedoch verzückten jeden Hard-Rock Fan in den siebten Himmel, wurden hierbei doch wahre Klassiker wie " Pictured Life ", Speedy's Coming ", " Dark Lady ", " burn the Sky ", In Trance " und He's a Womans She's a Man " perfekt dargeboten. Bei " Coast to Coast ", " Holiday ", " Lovedrive " und " Another piece of Meat " zeigte auch Michael Schenker noch einmal sein Können. Letztlich durften auch Klassiker wie " Dynamite ", Rock you like a Hurricane ", " The Zoo "," Make it Real ", " Big City Nights ", Coming Home" und " the Zoo " nicht fehlen. Alles in Allem ein erstklassiger Gig in toller Stimmung und auf Grund der Setlist sicher unvergesslich und unwiederbringlich !
Am Freitag begeisterten NEVERMORE und vor allem CARNIVORE:
Nach langem Into spielten die kultigen Klassiker genau 2 Accorde, um sich sodann zu verabschieden. Ein guter Scherz, zumal Carnivore als bald zurück kamen und mit dem alten " Carnivore " voll loslegten. Bald kamen auch " Race War ", " Jack Daniels and Pizza ", Angry Neurotic Catholics, " SMD " und sogar " Jesus Hitler ", samt Intro. Zum Schluss feuerten dann noch einige barbusige Schönheiten mit Wasserpistolen roten Saft in's Publikum, während die Band " Sex and Violence " zum Besten gab. Ein wirklich überzeugender Gig bei guter Lautstärke.
Am Samstag überzeugten hervorragend gelaunte GAMMA RAY mit einem sprizigen Gig, bevor dann WHITESNAKE mit 2 wirklich tollen Gitarristen und einem tollen Drummer ( Tommy Aldridge ) einen wirklich guten Gig hinlegten, der vor allem den Hard-Rock Fans viel Vergnügen bereitete. Die wichtigsten Klassiker wurden gespielt und überzeugend dargeboten, wenn gleich die stimmliche Leistung eines David Coverdale bei weitem nicht mehr an die alten Zeiten heran reicht, was vor allem auch an seiner Neigung liegt in recht hohen Lagen zu singen und zu kreischen....Vielleicht sollte Herr Coverdale doch eher wieder zu seinem Gesang aus den 80 ' ern zurückfinden und somit in etwas beschaulichere Tonlagen wechseln.
Nach Whitesnake wurde es dann doch deutlich enger, weil voller. Es schien, als ob doch die Meisten auf den folgenden Act heiss waren. MOTÖRHEAD enterten dann auch unter grossem Jubel die Bühne und taten das, was sie am Besten können. Hart und laut rocken !
Auch hier wurden die alten Klassiker gespielt, so wie man Motörhead in den letzten Jahren kennt. Ein klasse gig, dreckig und Laut wie immer.

Leider spielten ROSE TATTOO unmittelbar nach Motörhead auf der Party Stage auf, so dass man die ersten 2 Songs kaum mit bekam. Leider war auch der Sound teilweise von der Black-Stage überlagert. Dennoch lieferten die Klassiker aus Australien einen wirklich guten Gig, der Vorfreude auf die Tour in 2007 macht.

Fazit:
Das W.O.A 2006 war sicherlich eines der Besten der letzten Jahre. Wer es verpasst hat, der sollte unbedingt überlegen in 2007 zu kommen. Das Wacken Open Air ist und bleibt das wichtigte Metal Open Air Europas. BASTA !!

Author: CJ


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