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Heavy Metal Rock Online Magazin Festival Review, Kritik,Bericht B.Y.H. Open Air 26 - 27. 06. 2009 Balingen Messe

Bang Your Head !! Open Air Festival 2009 Review Rezension Nachbericht
Bang Your Head 2009 Bilder

das Bang Your Head Festival 2009 war, wie die Jahre zuvor, ein weiterer Meilenstein in der Geschichte deutscher Open Air Festivals..,wie gewohnt gut durchdacht und organisiert, ausgestattet mit wirklich guten und interessanten Bands.

Der Wettergott spielte anfänglich mit, so dass die Campinggrounds in gutem Zustand waren.
Die Securities an den Campingplätzen waren freundlich, wenn man es selbst auch war und wer früh genug anreiste, konnte auch auf dem allseits beliebten CP2 unterkommen, welcher natürlich deutlich vor Mittwoch 18:00 Uhr offen zugänglich war. Hier besteht Anlass zur Kritik, denn es mutet doch eher lustig an, wenn jedes Jahr zunehmend komplizierte und unterschiedliche Öffnungszeiten bekanntgegeben werden, die auf Grund des Andrangs dann doch nicht eingehalten werden können. Ein Umstand, der eindeutig voraussehbar ist !

Die Stimmung auf den Campingplätzen war, wie die Jahre zuvor, ganz hervorragend und von intensivem Feiern geprägt.

Ganz logisch, dass nach der intensiv ausgelebten Vorfreude am Freitag um 10:00 Uhr nicht sonderlich viele Fans den Auftritt des Openers
HATSTIK verfolgten.
Die Band gab sich redlich Mühe, viel mehr kann aber auch ich den Jungs nicht bescheinigen.

Mit
ALESTORM wurde die Musik zwar qualitativ nicht wirklich besser, jedoch fanden sich einige Fans dieser eher eigenwilligen Musikrichtung ein, die die mittelalterlich geprägten Klänge heftig abfeierten. Überhaupt muss man Alestorm eine erhebliche Spielfreude attestieren und somit auch einen stimmungstechnisch gelungenen Auftritt.

KISSIN' DYNAMITE waren sodann die erste Überraschung. Mit ungewöhnlich viel Power und Spielfreude rockte diese junge Band dermassen über die Bühne, dass man sich der Party kaum entziehen konnte...
warum sollte man denn auch ? Hier wurde ansprechender Heavy Metal in bester Laune zelebriert und druckvoll vorgetragen. Ein sehr gelungener Auftritt !
ROSS THE BOSS hatte um die Mittagszeit schon deutlich mehr Zuschauer, die sich in schwüler Hitze den schwer metallischen Klängen des früheren Manowar Gitarristen hingaben. Es macht wenig Sinn , sich über die Künste an der Gitarre auszulassen, reichlich Power und auch Spielfreude gab es indes allemal. Bei den Manowar Songs war die Stimmung natürlich und erwartungsgemäss auf dem Siedepunkt, besonders bei " Hail and kill ". Sehr schön und gelungen fand ich auch die Interpretation von " Gloves of Metal ". Ein kurzweiliger und guter Auftritt !
Setlist Ross The Boss:
Intro , Blood Of Knives, Death & Glory , Death Tone, Gloves Of Metal, We Will Kill, May The Gods Be With You ,Immortal Son ,Thor (The Powerhead), Hail And Kill.

Nachdem
VOIVOD mit der für diese Band üblichen Gewalt über die Bühne und die Gehörgänge Ihrer, die Band feiernden Fans, fegten, erschienen PRIMORDIAL doch schon sehr viel differenzierter und sorgten ebenso für eine gute Stimmung.

SACRED REICH bretterten sodann schon eher wieder mit einger Gewalt los und lieferten ebenfalls einen gefeierten Auftritt ab.

zu
SODOM braucht man nicht viel zu schreiben, denn die dieser Band eigentümliche Power fasst sich am Besten in deren letztem Song zusammen: " Ausgebombt ". Gelungene Power pur.

Da wird es bei
LITA FORD doch schon eher etwas spannender:
Die US Rocklady sieht für Ihr Alter doch noch recht knackig aus und gab sich auch viel Mühe gute Stimmung zu verbreiten, jedoch hatte ich das Gefühl, dass der Auftritt nach den ersten 4 Songs, die von guter Rock - Stimmung geprägt waren und auch so ankamen, langsam aber sich abflaute. Man, oder beseer Frau erging sich in endlosem Geklimper auf der Gitarre, welches die Songs eher unnötig in die länge zog, da wenig spannend vorgetragen.
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass man sich schon innerlich auf den daraf folgenden Auftritt von
U.D.O. einstellte, der für mich überraschender Weise mit " Metal Heart " sehr kraftvoll und gelungen eröffnet wurde. Die Band war bester Stimmung, die Zuschauer auch und so folgte ein Kracher nach dem Anderen..., stets lautstark abgefeiert und auch seitens der Band von hoher Qualität geprägt.
Ein wunderbarer, ausgesprochen gelungener Auftritt, der nicht nur meiner Wenigkeit sehr viel Freude bereitete !
Setlist U.D.O.:Metal Heart, Midnight Highway, They Want War, 24/7, Vendetta, Princess Of The Dawn, Living For Tonight, Man And Machine, Thunderball, Animal House, Holy, Balls To The Wall, I'm A Rebel .

JOURNEY als Headliner auf einem Metal Open Air........
mancher wird sich die Frage gestellt haben, wie dieses wohl wird...die Antwort gaben Journey prompt und glasklar:
Es war die wunderbare Performance einer Band mit reichlich Geschichte und unzählig vielen Hits, die eigentlich jeder kennt.
Der neue Sänger machte, genau wie der Rest der Band, reichlich Druck und Action.
Da war alles Andere, als ein Kuschel - Auftritt. Hier wurde, so wie es sich gehört, anständig hart gerockt.
Nicht nur mir trieben Songs wie " Separate Ways ", " Lights ", " Wheel in the Sky " und natürlich " Don't Stop Believin' " durchaus das eine oder andere Tränchen ins angestrengte Auge. Die Performance an der Gitarre von Neal Schon war ebenso etwas ganz besonderes, wie die hervorragende stimmliche Leistung des Sängers.
Ein wunderbarer und stimmungsvoller Ausklang des ersten Tages diese Festivals, wie es besser kaum hätte sein können ! Any Way You want it......

so Schön der Freitag war, so grausam war das Erwachen am
Samstag...er regnete aus Kübeln und schien bis ca. 13:00 uhr als wolle es nicht mehr aufhören.

Verständlich aber auch sehr schade, dass dem Opener am Samstag daher so wenig Aufmerksamkeit zu Teil wurde.
CLOVEN HOOF sind eine traditionsreiche Band aus den glorreichen Zeiten des N.W.O.B.H.M und lieferten einen musikalisch sehr guten und spannenden Auftritt ab, der aber von bestenfalls 200 - 300 in Regencapes gekleideten Fans verfolgt wurde.
Diese Band bitte noch einmal verpflichten, in einem späteren Slot, in der Hoffnung auf dann besseres Wetter !
LÄÄZ ROCKIT, POWERWOLF, die einen ebenfalls sehr solden Auftritt ablieferten und DRIVER ging es wegen anhaltendem Dauerregen kaum besser.

Bei
WARRIOR wurde die Wetterlage deutlich besser und so kam hier auch wieder eine richtig gute Stimmung auf.
Das Higlight dieses Gigs war sicherlich das uralte " Fightin' for the Earth "....genial.

PINK CREAM 69 wurden wenige Tage vor Beginn des Bang Your Head erst verpflichtet, da Tesla eben doch nicht in der Lage waren zwei Auftritte an einem Tag zu absolvieren.( sollten sich einmal ein Beispiel an Status Quo nehmen, die schon mehr als 2 Auftritte an einem Kalendertag absolvierten )
Diese Band war mindestens ein gleichwertiger Ersatz, denn an Stimmung, Sound und Spielfreude waren Pink Cream 69 kaum noch zu überbieten. Keep Your Eyes on the Twisted.....

Mit
HARDCORE SUPERSTAR folgte nun eine Band aus Schweden, die ich von Ihrer Arbeit im Studio wenig schätze, da zu Sleaze - US - Poser betont. Hier, live, legten die Jungs allerdings richtig gut los und ernteten dafür auch die verdiente Begeisterung der zuschauer.

Mit " Bonded by Blood " fegten nun
EXODUS in brachialer und dennoch genialer Gewalt über das Messegelände.
Sehr Thrash lastig, ohne jedoch die genialen Speed Songs von früher zu vernachlässigen, wurde hier ordentlich Power ausgeteilt und zurecht auch bejubelt....nur der Sound hätte etwas klarer sein können.

Mit
Y&T kam nun erhebliches Niveau in die Musik, ohne dass die hart rockende Power vernachlässigt wurde.
Mit " Open Fire " wurde ein wunderbares Set eröffnet, in dessen Verlauf mit " Meanstreak ", " Dirty Girl ", " Black Tiger " und natürlich " I believe in You " unübertroffene Klassiker des Hard Rock dargeboten wurden, bevor das Set mit " Forever " ein furioses Ende fand. Ein genialer Auftritt einer sehr spielfreudigen Band, deren Drummer verletzungsbedingt tatsächlich mit nur einer Hand spielte, deren leadgitarrist Dave Meniketti gewohnt kraftvoll und mit sehr viel Gefühl unfassbar gute Soli darbot, fand somit ein viel umjubeltes Ende.

Warum
W.A.S.P. Ihren Auftritt schon wieder mit einem endlos langen Intro von The Doors einleiten und somit wertvolle Spielzeit verschwenden ist und bleibt mir ein Rätsel.
Um so besser aber war das, was dann folgte. Mit viel Power und auch bei guter Stimme zeigten Blackie Lawless und seine Band, dass Sie es noch können. " On your Knees "," L.o.V.E ", " I wanna be Somebody " und " Bild in Texas " brachten die Stimmung der reichlich erschienen Fans zum kochen....und dies zurecht.

Schlussendlich überzeugten
BLIND GUARDIAN als Headliner mit einer von gutem Sound und passender Lightshow geprägten Leistung mindestens Ihre zahlreich erschienen Fans. Songs wie " Time stands still ", " Nightfall ", natürlich " Valhalla " und " The Bard's Song " sorgten für gute und ausgelassene Stimmung und somit für einen angenehmen und passenden Ausklang des Bang Your Head Festivals 2009.

Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass das diesjähre Bang Your Head !! ein sehr gelungenes Festival darstellte, bei welchem, vom Wetter abgesehen, kaum Wünsche übrig blieben.

Wir bedanken uns folglich artig, aber auch überzeugt beim Veranstalter, bei der wirklich immer freundlich dreinblickenden Security Dame am Vip Eingang, bei der freundlichen und stets effektiven Bedienung am Bierstand dort und bei der freundlich, kompetenten Betreung im Fotograben.

An dieser Bang Your Head Review wirkten vor Ort mit:
AK,AH,IR, sowie, natürlich:
Alle Texte und Fotos: CJ, Claus - Dieter Jurkat


Hier geht es zur Vorberichterstattung BANG YOUR HEAD !! 2010...>>>






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